vaeter

Väter / Söhne

Ein Wochenendseminar für Männer, die ihre väterlichen Eigenschaften stärken wollen.

Väterlicher Geist und die Vater-Sohn-Dynamik sind die Kernthemen dieses Seminars. Ein erlebnisreiches Programm, das die Teilnehmer anregt, in Fragen, die sie bewegen, zu neuen Erkenntnissen zu gelangen und ihre Standpunkte zu überdenken oder zu finden. Sie lernen, ihre individuellen Qualitäten besser einzuschätzen und diese effektiver einzusetzen. Der Erfahrungsaustausch, das gemeinsame Reflektieren und Debattieren ergänzt die subjektiv gewonnenen Erkenntnisse und wirkt sich inspirierend und verbindend auf die Mitwirkenden aus.

Der Vater: wer oder was ist das?

”Als Elternteil bist du ein Fürsorger,” sage ich Familienvätern, die mir diese Frage stellen, ”aber als Vater bist du eine Stimme.”

Ein Mann ohne Verbindung zum Vater und seiner Autorität wird es schwer haben, sich Gehör zu verschaffen. Um gehört zu werden, wird er schreien. Um sich durchzusetzen, wird er zu Druckmitteln und körperlicher Gewalt greifen.

Man kann das Urteilsvermögen des Vaters infrage stellen, nicht aber seine Autorität. Die Autorität des Vaters fordert unbedingten Gehorsam. Da gibt es keine Einwände, keine Diskussion. ”Lass mich das nicht zweimal sagen,” sagt der Erzieher zum widerspenstigen Kind. So spricht der Vater.

Die Macht des Vaters ist die Macht zu segnen oder zu verdammen; etwas ins Leben zu rufen; zu veranlassen, dass etwas zustande gebracht wird.

Niemand hat dir mehr zu geben als der Vater, wenn es um Führung, Unterstützung und Stärkung geht, doch hat auch niemand mehr von dir zu verlangen — jedes Menschenleben, das auf Anordnung eines militärischen Befehlshabers zwecks Ausführung seines Auftrags aufs Spiel gesetzt wird, macht dies schmerzlich klar. ”Vater, Vater, warum hast du mich verlassen?” ruft der biblische Jesus in den letzten Stunden seiner Qual. Der Vater wird dich darin unterstützen, deine Bestimmung zu erfüllen, doch rechne nicht damit, dass er dich vor deinem Schicksal bewahrt.

Teil des väterlichen Vermächtnisses kann sein, dass der Sohn auslebt, was sein Vater aus dem einen oder anderen Grunde — aus Vorsicht, Feigheit, moralischen Grundsätzen oder einfach aus Vernunft — unterlassen hat. Was du nicht verwirklichen willst oder kannst, werden deine Kinder tun. Oder wie mir jemand mal erklärte, ”Du verfügst über eine ganze Menge Potential. Du nutzt es oder auch nicht, und eines Tages — sieh da! — kommt es in deinen Kindern zum Vorschein.”

In Margot Livesey’s Roman, Kriminelle, belügt ein anständiger, junger Bankangestellter einen Ermittlungsbeamten, um eine Kollegin, in die er verliebt ist, zu schützen.”Ohne den Preis zu bedenken, wird er zum Lügner …” schreibt sie. Als er sich dessen bewusst wird, wird er von Schmerz überwältigt. ”Ein kleines, aber wesentliches Organ war aus ihm heraus getrennt worden. Er war nicht mehr seines Vaters Sohn.”